Patenschaften

In Ohlstedt handelt es sich um ein Zentrale Erstaufnahme. Die Verweildauer der Flüchtlinge soll kurz sein. Nachdem die Anhörung stattgefunden hat, kann der Flüchtling in eine andere Einrichtung verlegt, in ein europäisches Nachbarland oder aber in das Herkunftsland zurück geschickt werden.

Es besteht grundsätzlich die Möglichkeit, eine regelrechte, von f&w dokumentierte Patenschaft einzugehen. Uns erscheint dies in Ohlstedt nicht sinnvoll, da die Gefahr besteht, dass man sich nach dem Verlassen des Flüchtlingsdorfs aus den Augen verliert. Aufgebaute Erwartungshaltungen können dann nicht erfüllt werden. Für diejenigen, die eine weitergehende Verbindung eingehen wollen, bietet der Aufbau fester Einrichtungen im Norden Hamburgs gute Chancen, zu einem späteren Zeitpunkt mehr Verantwortung zu übernehmen.

Dringend davon abraten möchten wir, Flüchtlinge privat unterzubringen, ohne dies vorher mit f&w abgestimmt zu haben. Während des Erstaufnahmeverfahrens, muss der Flüchtling in der für ihn vorgesehenen Einrichtung leben. Wenn er nicht angetroffen wird oder Fristen nicht eingehalten werden, führt dies voraussichtlich zur Ablehnung des Asylantrags.

Stattdessen möchten wir eine informelle, themenbezogene Form der Patenschaft unterstützen. Sie soll die Integration befördern, ohne die Paten zu überfordern. Der zeitliche Aufwand soll frei gewählt werden können. Die Grundannahme aber ist, dass man sich 1x pro Woche trifft, um gemeinsam etwas zu unternehmen bzw. zu erleben. Die Ansprache der Flüchtlinge soll primär während des Deutschunterrichts stattfinden. Mit der Auswahl soll auch die Motivation Deutsch zu lernen gestärkt werden. Wir haben dieses Projekt Deutschpatenschaft genannt.

Interessierte können sich an Martin Grell wenden.

Martin Grell
begleitung@ohlstedt-hilft.de