Geschichte

Im Laufe eines Jahres gab es in Ohlstedt sehr viele Hilfsangebote, die mittlerweile Geschichte sind. Andere bestehen weiter. Nach dem Aufbau der Zeltunterkunft im August 2015 entstanden schnell unterschiedliche Aktionen und Gruppen. Wir stellen hier einige vor.

Kleiderkammer


Von Anfang an gehörte zur Hilfe in Ohlstedt auch die Kleiderkammer. Hier wurden die Neuankömmlinge mit einer Grundausstattung gespendeter Kleidung versorgt. Die Kammer befand sich in einem Pavillon in der Grundschule Bergstedt. In Hochzeiten waren knapp 100 Helferinnen und Helfer mit der Annahme, dem Sortieren und der Ausgabe von Kleidern beschäftigt. Im Frühsommer 2016 gingen die Restbestände an Hanseatic Help. https://www.hanseatic-help.org

Deutschunterricht


Mit Einzug der ersten Bewohner in die Erstaufnahme Ohlstedt Platz boten viele freiwillige Deutschlehrerinnen und –lehrer ihre Hilfe an. Es gab sowohl vormittags als auch nachmittags Deutschkurse; zum Teil in den Zelten und später auch in den Räumen des Gymnasiums Ohlstedt.

Die Bandbreite der Lernenden reichte vom nicht alphabetisierten Anfänger bis zum versierten Englischsprachigen mit fortgeschrittenen Deutschkenntnissen. Deshalb haben wir grundsätzlich versucht, jeden Kurs mit 2-3 Lehrern zu besetzen, um intensive Gruppenarbeit zu ermöglichen. Bis zur Auflösung der Unterkunft wurde Deutschunterricht angeboten, um den Interessierten das Gefühl zu geben, willkommen zu sein.

KidsClub


Aufgrund der hohen Flüchtlingszahlen in Hamburg war es in den Unterkünften häufig nicht möglich, alle geforderten Angebote sofort einzurichten. Aus dieser
Situation heraus haben sich in Ohlstedt Ehrenamtliche bereiterklärt, dauerhaft zu helfen. Das angebotene Kinderprogramm, das schließlich an sechs Tagen in der Woche vor- und nachmittags standfand, war zunächst als Übergangslösung gedacht. Doch so lange es Kinder in der Unterkunft gab, wurde das Kinderzelt in unterschiedlich starker Besetzung aufrecht erhalten.

Neben dem geregelten Kinderzelt-Betrieb gab es immer auch wieder Einzelaktionen und Feste für Kinder und Familien.

Dank vieler Sachspenden, die zum Teil außergewöhnlich hochwertig waren, konnte das wintertaugliche Zelt gemütlich und vielfältig ausgestattet werden. Spielzeug, Möbel und Bücher gingen bei der Auflösung an andere Erstaufnahmen und Folgeunterkünfte in und um Hamburg.

Viele Einrichtungen haben den Kids Club intensiv unterstützt. Wir danken insbesondere: Gut Wulksfelde, BUDNI Drogeriemarkt, Poppenbütteler Chaussee in Duvenstedt, Panduro, AEZ Poppenbüttel, Lerche im Alstertal in Duvenstedt, Aktiv Kreativ in Sasel, Kinderkreisel Ohlstedt – Frauke Stein, Kita Himmelblau in Duvenstedt – Frau Plage, Fritz Naumann GmbH in Ohlstedt, Rudolf-Steiner-Schule Bergstedt, Tobias Löwe, diverse Privatpersonen

Café Welcome


In den Gemeinderäumen der Matthias-Claudius-Kirche war das Café am Samstag ein Ort der Begegnung. Hier konnte man sich mit anderen Helfern austauschen und Geflüchtete kennenlernen. Es war ein niedrigschwelliges Angebot, Kontakt aufzunehmen. Das Café Welcome findet in unregelmäßigen Abständen gelegentlich statt.

Sport


Laufgruppen, Fußball und Radausflüge waren Angebote im Sportbereich. Aus der Laufgruppe gingen sogar Medaillenläufer hervor, eine Herren-Fußballmannschaft existiert noch heute und wird vom TSV DUWO 08 unterstützt.

Teemobil


In vielen Hamburger Erstaufnahmen gibt es das Teemobil http://teemobil.de. Hier bekommen Bewohner von Freiwilligen abends gespendete Getränke sowie Gebäck und Obst. In Ohlstedt ging das Teemobil im April 2016 an den Start und begleitete die Geflüchteten an zwei Abenden in der Woche.